Pech auf Ko Samui und Riesenglück in Bangkok

Juni 17, 2009 von lycaenini

Nach ein paar Tagen in Krabi bin ich nach Ko Samui gefahren um dort den PADI Open Water Tauchschein zu machen. Die Hinfahrt verlief hindernisreich. Anstatt zum Fährpier zu fahren, hat uns der Reisebus in Surat Thani im firmeneigenen Restaurant abgeladen, wo wir eine Stunde warten mussten. Dann wurden wir zu einer Zweigstelle gekarrt, wo außer mir und fünf anderen alle anderen in einen Bus zur Fähre gestiegen sind. Wir hatten keine Ahnung, wann wir abgeholt würden, unser Guide war mit in den Bus gestiegen und die Zweigstelle hatte auch keine Ahnung! Also haben wir die Firma angerufen, die meinte, dass wir vielleicht mit dem nächsten Bus fahren können und sie sich nochmal melden würden. Haben sie aber nicht und als wir nochmal angerufen haben, sind sie nicht ans Telefon gegangen. Also haben wir ein Taxi zum Fährpier genommen, wo wir die Fähre nochmal bezahlen mussten!

Auf Ko Samui ging die Abzocke gleich weiter! Die Taxifahrer weigern sich, ihre Taximeter einzuschalten und als wir am Strand waren, wo die anderen alle in einem Ressort gewohnt haben, wollte die Taxifahrerin von mir nochmal den gleichen Preis haben um mich zu meinem zu fahren! Erst als ich meinte, dass die Fahrt zu meinem Bungalow ja nur 1 km ist und die anderen Fahrt 18 km war, hat sie eingelenkt und mich für die Hälfte gefahren. Aber ich war so angepisst, dass ich fast gelaufen wäre!

Der Strand Lamai Beach ist sehr schön, aber sehr touristisch und das Meer ist immer zu flach zum Baden. Entweder ist Ebbe oder gar kein Wasser. Und Nachts kommen Diebe! Das hat zwar einen gewissen Unterhaltungswert, macht die Lage aber trotzdem nicht besser. Vor meinem Bungalow war ein riesiges Schild, dass man seine Wertsachen in ein Schliessfach an der Rezeption legen soll. Das haben andere Backpacker aber nicht gemacht und prompt wurden ihre Bungalows aufgebrochen, während sie Nachts auf Partys waren. Naja, selbst schuld. Einer Frau wurde allerdings ihr Welpe gestohlen, das tat mir dann doch leid.

Lamai Beach

Lamai Beach

Bungalowanlage

Bungalowanlage

Mein Bungalow

Mein Bungalow

Meinen Tauchkurs musste ich leider unterbrechen, weil ich mich erkältet hatte. Meine freundlichen Vermieter haben mich noch auf ihrem Moped zum Arzt gefahren und nach ein paar Tagen Antibiotika schlucken ging es dann wieder. Ich bin also mit aufs Boot zu fahren um meine Meertauchgänge zu absolvieren. Allerdings konnte ich immer noch nicht abtauchen, also musste ich den Kurs ganz abbrechen und ihn in Deutschland zu Ende machen! Wie ärgerlich! Nur am Korallenriff zu schnorcheln war allerdings auch nett und ich habe Barrakudas und Kalamari gesehen!

Dafür habe ich am letzten Tag noch einen schönen Ausflug zum Aothong Nationalpark gemacht, wo es viele kleine Inseln mit unberührten weissen Sandstränden, türkises Wasser, Palmen und eine Salzwasserlagune gab. Kein Wunder, dass hier ein Teil von „The Beach“ gedreht wurde! Dort sind wir zur Lagune gelaufen / geklettert, Kayak gefahren und geschwommen. Schnorcheln konnte man leider nicht, weil der Wasserstand jahreszeitenbedingt zu neidrig war und auch kaum Fische da waren.

Ao Thong Nationalpark

Ao Thong Nationalpark

Lagune im Ao Thong Nationalpark

Lagune im Ao Thong Nationalpark

Ao Thong Nationalpark

Ao Thong Nationalpark

Kayaken im Ao Thong Nationalpark

Kayaken im Ao Thong Nationalpark

Das war nochmal schön. Allein im Bungaow am Strand zu wohnen war natürlich auch schön, aber da gibt es bessere Orte als den Lamai Strand.

Vollmond am Lamai Beach

Vollmond am Lamai Beach

In Bangkok habe ich dann nochmal Pook getroffen und bin am nächsten Tag abends zum Flughafen gefahren, weil ich gegen Mitternacht fliegen sollte.. am Check-In wurde ich dann darauf aufmerksam gemacht, dass ich eine Nacht zu spät dran war! Mein Flug war nämlich um 0:45 am 15. Juni. Und ich hatte die ganze Zeit nur „15. Juni Nachts“ im Kopf gehabt und mir war auch nichts aufgefallen, als ich selbst auf meinen Flugplan geguckt habe! Meinen Schock kann man sich wohl vorstellen! Zum Glück war Quantas sehr kulant. Sie haben mich einfach umgebucht und ich musste nichtmal eine Gebühr bezahlen. Die Frau am Check-In meinte, dass es jeden Tag passieren würde und das Paar neben mir hatte den gleichen Fehler gemacht. Aber trotzdem, WIE dämlich kann man eigentlich sein?!?

Meine Glückssträhne ging zum Glück weiter und ich haben auch meinen Anschlussflug am nächsten Tag in London bekommen und nach 24 Stunden war ich Hamburg und nach ein paar weiteren Stunden war ich wieder bei meinen Eltern in Bremen!

Komisch, egal wie lange ich weg bin. Wenn ich wieder Zuhause bin, ist es so vertraut und recht schnell so, als wäre ich nie weg gewesen! Geht das anderen auch so oder stimmt nur mit MIR was nicht? ^^

Ja, jetzt ist die Reise zu Ende und hier ist jetzt auch erstmal Schluss. Bis zur nächsten Reise. :-) Vielen Dank an alle meine Leser! :-)

Tschüß bis zum nächsten Mal!

Bangkok und Krabi

Juni 4, 2009 von lycaenini

Ich bin jetzt etwa anderthalb Wochen in Thailand. Habe aber nicht viel gemacht ausser Essen, Schlafen, Lesen und Freunde zu treffen. In Bangkok war ich zweimal im Kino (Star Trek 11 und Nachts im Museum 2) und habe einen Tag mit Markus – der ein paar Tage zur gleichen Zeit in Bangkok war wie ich – zusammen den Wat Phra Keo (den groessten und praechtigsten Tempel Thailans neben dem Koenigspalat) und den Golden Mount angeschaut (einen Tempel auf einem Huegel von dem man eine gute Aussicht auf Bangkok hat) und eine Flussfahrt gemacht.

Wat Phra Keo

Wat Phra Keo

Wat Phra Keo

Wat Phra Keo

Blick ueber Bangkok (mit Tempelanlagen im Vordergrund)

Blick ueber Bangkok (mit Tempelanlagen im Vordergrund)

Samstagnacht bin ich mit dem Bus nach Krabi gefahren. Montag bin ich nochmal zu meiner Hoehle am Phra Nang Beach geklettert und habe von dort die Aussicht genossen. Dienstag war ich nochmal in Bor Thor kayaken – wo ich letztes Jahr mit Nut war, aber ohne Kamera. Jetzt habe ich endlich mein Alien- und Schlammspringerfoto! Wir waren nur drei Touristen – ausser mir noch zwei liebe Englaenderinnen. Man merkt, dass Low Season ist!

Kayaken in Bor Thor

Kayaken in Bor Thor

Schlammspringer

Schlammspringer

Hoehlenzeichung

Hoehlenzeichung

Alien-Hoehlenzeichnung

Alien-Hoehlenzeichnung

Gestern habe ich Maat und seine Familie besucht und durfte mit ihnen zu Abend essen. Heute Mittag habe ich meine alten Hoteliers vom Sriboya Guesthouse besucht (die umgezogen sind) und in deren Restaurant Mittag gegessen. Heute Abend sehe ich nochmal meine Freunde von Siam Smile Travel und morgen fahre ich nach Ko Samui um dort einen Tauchschein zu machen!

Byron Bay, Sydney, Bangkok

Mai 25, 2009 von lycaenini

Die letzte Woche Australien haette ich mir glatt sparen koennen! Da wo ich war, war nur Dauerregen! Es hat ununterbrochen geschuettet. So viel Regen am Stueck habe ich noch nie gesehen! War in Byron Bay also nur drinnen. Zum Glueck war die Unterkunft namens Arts Factory schoen. Alternativ, mit Livemusik am Abend und eigenem Kino. Habe mir dort mit anderen Mitreisenden die Zeit vertrieben. In den Ort konnte man ja nicht gehen! Nach Byron Bay bin ich gefahren, weil man mir in Neuseeland gesagt hat, dass es wie Queenstown ist. Das finde ich zwar nicht, aber es ist sicherlich ein schoener Ort mit tollem Surfstrand, wenn es trocken ist!

Seit vorgestern ist New South Wales wegen Ueberschwemmungen zum Katastrophengebiet erklaert worden. Am Donnerstag war es wohl am Schlimmsten. Das war grade der Tag, an dem ich Byron Bay verlassen habe. Auf dem Weg lagen vereinzelt Baeume auf der Strasse. die vom Sturm entwurzelt wurden!

In Sydney hat es auch geregnet. Am Samstag habe ich noch einen Ausflug in die Blue Mountains gemacht, wo man wegen des Nebels und Regens aber kaum etwas von der Landschaft gesehen hat. Zum Glueck hatte ich eine Tour in die Jenolan Caves gebucht. Und die hat sich wirklich gelohnt! Das war die groesste und schoenste Hoehle (eigentlich ein Hoehlensystem), die ich je gesehen habe! Sie hatte ausserdem eine tolle Beleuchtung, die der Guide mit Fernsteuerung ein- und ausschalten und so einzelne Formationen betonen konnte, indem er nur diese beleuchtet hat. Eine Hoehlenkammer, Cathedral genannt, hat so eine gute Akustik, dass in ihr regelmaessig Konzerte stattfinden.

Leider war das Restaurant das Schlechteste, das ich je gesehen habe! 8 Euro fuer aufgewaermte Tiefkuehllasagne und angewaermte wabbelige Pommes! So teuer und schlecht habe ich noch nie gegessen!Aber die sind dort der einzige Imbiss weit und breit.

Gestern habe ich dann Australien verlassen und bin nach Bangkok geflogen. Um Mitternacht bin ich angekommen und wurde von warmen Regen begruesst. Zum Glueck hatte das Bella Bella Guesthouse noch ein Zimmer frei. Zwar nur im fuenften Stock, aber seit Neuseeland bin ich so fit, dass ich die Stufen hochjoggen kann. Grade habe ich mir mein Muesli schmecken lassen und gleich werde ich durch die Khaosan Road bummeln. Schoen, wieder hier zu sein. Die Sonne scheint, es ist warm, Einzelzimmer sind endlich wieder Standard und ich habe nach drei Monaten wieder Handyempfang! Weiss schon fast nicht mehr, wie das ist, eine Sms zu bekommen..

Cairns – Tor zum Great Barrier Reef

Mai 17, 2009 von lycaenini

Vergangenen Sonntag bin ich in Cairns angekommen und heute ist schon mein letzter Abend. Wobei „schon“ relativ zu sehen ist, denn seit Ende Februar war ich nicht laenger als ein paar Tage an einem Ort.

Dienstag war der beste Tag. Ich bin das erste Mal zum Riff rausgefahren und bin das erste Mal in meinem Leben getaucht! Kurz bevor es unter Wasser ging, war ich ein wenig nervoes, dass mich mein Weightbelt vielleicht zu sehr in die Tiefe zieht und mich dann der Ozean verschluckt. Aber kaum war ich Unterwasser hat sich das gelegt und Tauchen sowieso ist viel einfacher, als ich es mir vorgestellt hatte.

Der erste Tauchgang war perfekt: Das Wasser war klar, die Sicht gut und zwischen all den bunten Korallen und Fischen habe ich eine grosse Meeresschildkroete (wie in „Findet Nemo“) gesehen! Spaeter hat mir jemand gesagt, dass man Glueck haben muss um so eine Schildkroete zu sehen und viele lange darauf warten. Es war auch schoen, endlich einmal bunte Korallen zu sehen. In der Andamenensee bei Krabi sind sie alle braun, weil sie 2004 vom Tsunami zerstoert wurden.

Ich bin dann spaeter bei unserem zweiten Riff gleich nochmal getaucht. Bei diesem Tauchgang habe ich eine grosse Napoleon Maori Wrasse gesehen. Die ist dort regelmaessig zu sehen und wurde von der Schiffsbesatzung Wally getauft.

Mittwoch war ich vom Tauchen so muede, dass ich mich nur in meinem schoenen, gemuetlichen Hostel (nach Hogwartz das beste) ausgeruht habe.

Donnerstag bin ich mit einer langen Seilbahn ueber den Regenwald in den Ort Kuranda gefahren und habe dort einen Schmetterlingsgarten besicht und ein Freifluggehege fuer Papageien und andere Voegel, wo ich Kasuare gesehen habe, und einen Minizoo, wo ich Koalas gesehen habe. Kuranda ist eine ziemlich Touristenfalle und besteht eigentlich nur aus Souvenirlaeden, Galerien und Cafes. Die Atmosphaere ist trotzdem friedlich und entspannt. Zurueck nach Cairns ging es dann mit dem Zug, mit dem wir an einem huebschen Wasserfall angehalten haben.

Gestern habe ich eine sehr lustige Tour namens „Uncle Brian“ in „Gus the Magic Bus“, der gerne U-Turns macht und eine Freundin namens Woolvina (ein Milchtruck) hat, unternommen. Am Anfang der Tour ging es durch das von Touristen unterschaetzte Industriegebiet, wo wir unter anderem Electricitrees gesehen haben. Dann ging es auf dem Highway Bruce zu einem Wasserfall, den Milla Milla Falls (http://farm2.static.flickr.com/1250/891082591_bee25083e0.jpg?v=0), eindeutig einer der schoensten Wasserfaelle, die ich je gesehen habe. Dabei sind wir durch ein Dorf gefahren, dass regelmaessig den goldenen Gummistiefel fuer das nasseste Dorf gewinnt (Der Rekord liegt bei knapp 7 Metern pro Jahr!). Die Einwohner sind sehr freundlich und haben alle zurueckgewunken, wenn wir gewunken und gehupt haben. Grob zusammen gefasst bestand die Tour aus Essen Baden Busfahren Baden (mit Felsenrutsche bei einem Wasserfall!) Busfahren (mit lustigen Spielen) Essen (bei Mister und Misses Lunch) Busfahren Baden Busfahren Baden Essen Busfahren uuund Schnabeltierbeobachtung in der Daemmerung (93% der Australier haben noch nie ein Schnabeltier gesehen)!! und Busfahren (mit Singen und Dancemoves).

Das Tourkonzept war genial und der Soundtrack ebenso. Nicht ein einziges doofes Lied! Und unser Guide Cousin Roan war auf jeden Fall der lustigste den ich bisher hatte!

Heute bin ich noch einmal zum Riff gefahren. Diesmal mit einem Segelschiff. Wir haben in der Naehe einer kleinen Tropeninsel, der Green Island, geankert. Ich war noch einmal tauchen. Die Sicht war aber leider heute nicht so gut. Es war zu viel Plankton im Wasser. Dafuer haben wir waehrend unserer Mittagspause braune Riffhaie gesehen! Danach wurden wir zur Green Island uebergesetzt und spaeter war ich nochmal Schnorcheln, bevor es dann zurueck ging.

Cairns war schoen! Dies war eine Woche mit lauter tierischen Highlights: Meeresschildkroeten, Kasuare, Koalas, Schnabeltiere, Riffhaie und einen frei fliegenden Kakadu und ein paar blau schillernde Schmetterlinge habe ich auf der „Uncle Brian“ Tour auch in freier Wildbahn gesehen.
Cairns selbst bietet jeden Abends auch ein beeindruckendes Schauspiel: Kurz vor der Daemmerung kehren alle Papageien in ihre Abendbaeume zurueck und machen dort dann eine Menge Laerm. Mit Beginn der Daemmerung fliegen dann Hunderte von riesigen Fruchfledermaeusen in einem grossen gespenstischen Schwarm ueber die Stadt! Das ist genauso faszinierend wie unheimlich.

Morgen fliege ich nach Brisbane und fahre dann mit dem Greyhound Bus nach Byron Bay, das wie Queenstown mit Meer statt Bergen sein soll. Laut Wetterbericht soll es nur regnen. Ich hoffe, sie irren sich mal wieder!

Einmal Uluru und zurueck

Mai 11, 2009 von lycaenini

Da ein Tagetrip zum Ayers Rock und zu stressig waere – es sind rund 5 Stunden Fahrtzeit – habe ich eine Drei-Tages-Tour mit „Rocktour“ unternommen. Mittwochs morgen wurden ich und eine andere aus meinem Hostel um 6 Uhr abgeholt. Insgesamt waren wir 20 Teilnehmer, v.a. Maedels in meinem Alter, die nach und nach eingesammelt wurden. Ich habe mir den Beifahrersitz gesichert, weil man vom diesem die beste Aussicht hat. Dann haben wir uns auf den Weg gemacht. Heute lagen 800 km vor uns. Eine schnurgrade Strasse durch eine gleichbleibende rote Buschlandschaft. Ab und zu haben wir Witchtail Adler gesehen, die sich an Kaenguruhkadavern gelabt haben. Wenn sie zu nah an der Strasse lagen ist unser Guide – Greg – ausgestiegen um sie zur Seite zu raeumen, denn fette Adler fliegen schlecht und laufen darum Gefahr ueberfahren zu werden. Tourbusse koennen zwar rechtzeitig bremsen, Roadtrains (riesige und lange LKWs) jedoch nicht.

Zum Mittagessen gab es fuer jeden ein Sandwich im Bus und wenig spaeter sind wir an unserem ersten Etappenziel angekommen: Kings Canyon, ein Canyon aus rotem Sandstein (http://de.wikipedia.org/wiki/Kings_Canyon_(Australien) ) durch den wir ein paar Stunden gewandert sind. Zum Beginn muss man den Heartattack Hill hochsteigen. Da ich Dank meiner Neuseelandwanderungen recht fit bin, war der kein Problem fuer mich. Durch die Mittagshitze war es jedoch trotzdem anstrengend. Es haben aber alle aus der Gruppe geschafft, auch unser aeltester Teilnehmer, der 79 ist und mit seinem Sohn die Tour gemacht hat (am letzten Tag hat mir dieser verraten, dass sein Vater seit Monaten fuer die Tour trainiert hat.) ! Eine andere hat dafuer spontan beschlossen, dass Rauchen aufzugeben und ihre Zigaretten verschenkt, was sie aber dann doch nicht durchgehalten hat.

Nach unserer Wanderung ging es wieder in den Bus. Als es daemmerte haben wir angehalten um Feuerholz zu sammeln, denn diese Nacht hatten wir ein Buschcamp. Wer wollte konnte sich dann bei unserem naechsten Stopp mit Bier eindecken und das letzte Klo mit Wasserspuelung fuer diesen Tag benutzen und dann ging es zu unserem Campingplatz. Dort haben wir ein Lagerfeuer angezuendet und gekocht. Die Temperatur ist mit der Deammerung ziemlich gesunken, aber Dank Thermounterwaesche und Lagerfeuer habe ich nicht gefroren.

Danach hat jeder seinen Swag ausgerollt und ist schlafen gegangen. Ein Swag ist ein rechteckiger Ledersack, der oben zwei seitliche Reissverschluesse hat und vorne offen ist. Man rollt ihn wie eine Isomatte, um ihn zu transportieren und rollt ihn aus um ihn zu benutzen. Im Swag befindet sich eine duenne Matraze auf die man sich mit seinem Schlafsack legt. Dann zieht man die Reissverschluesse zu und liegt windgeschuetzt im Sack. Nur der Kopf guckt raus. Wenn es nicht regnet und keine Muecken da sind, ist das besser als ein Zelt, da man mehr frische Luft kriegt. Und durch die Matraze ist es bequemer als eine Isomatte und man liegt wie in einem Bett (http://www.uluru4tours.com/tours/ata/I/SWAG-ATA.jpg) .

Ich im Swag (wurde mitten in der Nacht geweckt!)

Ich im Swag (wurde mitten in der Nacht geweckt!)

Morgens bin ich spontan im Dunkeln aufgewacht und habe direkt vor mir den Monduntergang gesehen. Erst dachte ich, es waere der Sonnenaufgang, weil diese grosse Scheibe am Horizont rot geglueht hat. Aber es gab keine Daemmerung, sondern es war noch komplett Nacht – und der Mond war verschwunden. Das war sehr beeindruckend: Eine klare schwarze Nacht mit Millionen weiss glaenzenden Sternen und dann der rot gluehende Mond. Kurz nach dem Monuntergang hat ein Hahn gekraeht. Ich habe dann noch ein paar Minuten in den Himmel geblickt und zwei Sternschnuppen gesehen!

Kurz danach hat unser Guide alle geweckt und es gab Fruehstueck. Anschliessend sind wir zu unserem Campingplatz (mit Duschen und WC) fuer die naechste Nacht gefahren, wo wir nach ein paar Stunden angekommen sind. Auf dem Weg haben wir ein paar wilde Kaenguruhs und Kuehe gesehen und Feuerholz gesammelt.

Dann ging es in den Ayers Rock Nationalpark, wo wir ein paar wilde Kamele gesehen haben. Heute sind wir aber noch nicht zum Uluru gefahren, sondern zu den Kata Tjuta, einem Gebirge, dass aus lauter riesigen rund geschliffenen Bergen besteht (http://de.wikipedia.org/wiki/Kata_Tju%E1%B9%AFa) . Dort sind wir ein paar Stunden gewandert und dann sind wir zum Cultural Center am Ayers Rock bzw. Uluru gefahren, wo wir ihn endlich gesehen haben (http://de.wikipedia.org/wiki/Uluru). Zum Mittag gab es Wraps und dann sind wir ins Cultural Center gegangen und haben dann eine kurze Wanderung am Uluru gemacht, wo uns unser Guide ein paar Aboriginilegenden erzaehlt hat.

Uluru und Kata Tjuta wurden von zwei verschiedenen Fluessen geschaffen. Uluru verdankt seine Gestalt einem Fluss, der Sandstein gefuehrt hat und Kata Tjuta einem Fluss, der vulkanisches Gestein gefuehrt hat. Durch diesen Unterschied sind diese zwei so unterschiedlichen Formationen entstanden.

Danach haben wir aus einiger Entfernung den Sonnenuntergang am Uluru angeschaut, der auch so schon beeindruckend ist, aber noch beeindruckender durch den Vollmond war, der knapp ueber dem Uluru zu sehen war. Leider ist meine Kamera am Abend zuvor verschieden, weswegen ich keine Fotos machen konnte. Diesmal war es ausnahmsweise nicht meine Schuld, sondern die Elektrik hat den Geist aufgegeben. Ich hoffe darauf, dass mir die anderen ihre Fotos zuschicken!

Uluru im Abendlicht

Uluru im Abendlicht

Uluru im Mondlicht

Uluru im Mondlicht

Anschliessend ging es wieder ins Camp und nach einer lustigen Runde am Lagerfeuer und einer kurzen Nacht im Swag sind wir um 5 aufgestanden um wieder zum Uluru zu fahren. Diesmal ging es darum, den Sonnenaufgang am Uluru zu sehen. In der Dammerung haben wir dann gefruehstueckt und nach dem Sonnenaufgang sind wir einmal um den Uluru gewandert – was zwei Stunden gedauert hat. Der Uluru hat verschiedene heilige Staetten fuer Maenner und Frauen an seiner Basis, die von dem jeweiligen anderen Geschlecht nicht angesehen werden sollen. Fotografieren soll diese auch niemand. Die ansaessigen Aboriginies – Anangu – bitten Besucher auf Grund der spritituellen Bedeutung auch, den Uluru nicht zu besteigen. Der Pfad ist trotzdem noch geoeffnet, weil dessen Schliessung nur einstimmig beschlossen werden kann. In diesem Kommitee sitzt auch der Tourismusbeauftragte, der gegen die Schliessung ist, weil viele Touristen nur wegen der Besteigung kommen. Langfristig wird der Pfas wohl geschlossen werden, aber seine Spuren wird man fuer immer sehen, denn durch Beruehrung wird der rote Sandstein grau.

In anderer Hinsicht ist diese Eigenschaft faszinierend, weil man so die Spuren ehemaliger Wasserfaelle sieht. Auch ansonsten ist der Uluru nicht glatt, wie man aus einiger Entfernung denkt, sondern besitzt Hoehlen und Einkerbungen und zwei Wasserloecher. Die Hoehlen am Boden waren teilweise Lehrhoehlen, an denen man heute alte Hoehlenmalereien bestaunen kann.

Danach sind wir wieder nach Alice Springs gefahren. Wir haben kurz an einer Kamelfarm angehalten, wo wir kurz auf Kamelen geritten sind, an einem ehemaligen Salzsee und ein weiteres Mal am Strassenrand, weil auf der Strasse eine faszinierende Thorny Devil Eidechse sass, die unser Guide in den Busch getragen hat (http://en.wikipedia.org/wiki/Thorny_Devil) . Der Thorny Devil ist so gebaut, dass Wasser von allen Stellen seines Koerpers automatisch zu seinem Maul geleitet wird. Auf diese Weise kann er buchstaeblich im Stehen trinken! Manche Eidechsen sind wirklich faszinierend!

Zurueck in Alice Springs haben wir alle geduscht und uns dann in einem Restaurant zum Essen und Feiern getroffen.

Ich glaube, insgesamt war diese Tour das Highlight meiner Reise und das viele Geld dafuer hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das Outback ist eine aussergewoehnliche Landschaft, die wahnsinnige Sonnenaufgaenge, Sonnenuntergaenge und Monduntergaenge bietet. Im Busch zu campen und im Swag unterm Sternenhimmel zu schlafen, wars super. Und der riesige Monolith Uluru in einer ansonsten flachen Landschaft ist ein unglaublicher Anblick und wird durch seine spirituelle Bedeutung und die ihn umgebenden Legenden noch bedeutsamer als er ohnehin schon ist. Und wenn er dann im Sonnenauf- und -untergang rot aufleuchtet ist er noch faszinierender!

Ich am Uluru

Ich am Uluru

Sydney und Red Centre

Mai 6, 2009 von lycaenini

Nun bin ich also hier – im Outback. Einer der Orte „wo ich schon immer mal hin wollte“, aber noch nie war – bis heute! Mittags ist mein Flieger aus Sydney in Alice Springs gelandet. Aus dem Flugzeugfenster habe ich schon einen guten Ueberblick bekommen: roter Sand, der mit Flaechen gelb vertrockneter Grasbueschel durchsetzt ist bis zum Horizont! Darauf wachsen vereinzelt gruene Buesche.

Auch Alice Springs ist heiss und trocken. Morgen startet von hier meine Drei-Tagestour zum Ayers Rock und zurueck. Es ist eine organisierte Bustour, die passenderweise „Rocktour“ heisst. Eine bescheidene Beschreibung fuer einen der groessten Monolithen der Welt!

Syndey war angenehm warm und sehr entspannt. Das zeigt sich auch am Tempo der Leute gemerkt, die alle mehr schlendern als laufen. Ich habe eine Stadtfuehrung mitgemacht, die von Studenten organisiert wird und darum nur ein Trinkgeld kostet statt 15 Euro wie die anderen Touren.

Letzte Tage in Neuseeland

Mai 2, 2009 von lycaenini

Ich habe noch zwei weitere Tage im entspannten Kuestenstaedtchen Paihia verbracht. Donnerstag haben Debbie, Kim, Gordon, Clyde, Olton und ich Kayaks ausgeliehen (bei meinem Hostel gab’s die kostenlos) und sind in der Bucht herum gepaddelt.

Nachmittags habe ich dann zufaelligerweise Tina wieder getroffen, mit der ich und Markus in Te Anau, auf Stewart Island und in Dunedin waren, was mich sehr gefreut hat! Sie hatte grade Besuch von ihren Eltern und ist mit ihnen ins Northland gefahren. Was fuer ein Zufall!

Abends habe ich dann die anderen Strays in der Base Bar getroffen um ein wenig zu feiern.

Zwischendurch waren wir in der Saltwater Bar, wo wir fast die einzigen Gaeste waren und darum bei deren Lotterie alle Preise gewonnen haben. Mit denen wir aber kaum etwas anfangen konnten, weil wir ja am naechsten Tag schon weiter gefahren sind.

Ich habe am naechsten Tag dann trotzdem noch die Zeit gehabt, den gewonnen Speedboat Trip zum „Hole in the Rock“ zu machen. Die Fahrt fand ich ok, aber recht anstrengend und unbequem. Im Nachhinein haette ich wohl mehr davon gehabt, es zu lassen und stattdessen eine Tageswanderung zum Wasserfall zu machen, wie ich es urspruenglich geplant hatte. Naja, ich bin dann zu den Waitangi Treaty Grounds geradelt und ein wenig Richtung Wasserfall gewandert, was schoen und v.a. ruhig war.

Hole in the Rock

Hole in the Rock

Nachmittags ging es nach Auckland. Der ganze heutige Tag ging fuer Organisatorisches drauf.

Abends war ich noch im Skytower, dem hoechsten Gebaeude der suedlichen Hemisphaere, und habe auf Auckland geschaut. Anschliessend habe ich im Kino X-Men Origins geschaut. Neben mir sass ein Schweizer, der mich netterweise mit M&Ms versorgt hat – meine wurden mir im Hostel geklaut. Genauso wie meine Schokoladencreme, die ich extra noch nachgekauft habe und mit nach Sydney nehmen wollte. :-(

Dorthin geht es naemlich morgen! Zum Glueck habe ich in diesem Hostel in der Buecherei gleich zwei Reisefuehrer fuer Australien gefunden und einen davon gegen meinen Neuseelandfuehrer getauscht.

Es heisst also Abschied nehmen von Neuseeland, was schade ist. Es war alles in allem eine tolle Reise und bis auf ein paar Dinge hat alles so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe. Was habe ich doch auf meiner Reise einmal um die Suedinsel und von Stewart Island im Sueden bis nach Cape Reinga im Norden alles gesehen: Gletscher, Eisberge, unzaehlige andere Berge, Vulkanlandschaften, heisse Quellen, Mud Pools, Geysire, Wale, Pinguine, Delfine, Seeloewen, Schafe, einen Kea, Praerie, gemaessigten Regenwald, riesige Sandduenen und Kueste, Kueste, Kueste.

Zum Abschluss meine Top Twelve:

1. Geothermalparks in Rotorua
2. Hooker Valley Track und Eisberge auf dem Tasman Glacier Lake
3. Tongariro Crossing
4. Franz Josef Glacier
5. Whale Watching und Dolphin Encounter in Kaikoura und Paihia

6. Elm Wildlife Tour bei Dunedin
7. Stewart Island
8. Tour zum Cape Reinga
9. Queenstown
10. Gluehwuermchen in den Waitamo Caves
11. Abel Tasman National Park
12. Milford Sound

Taupo, Auckland, Paihia, Cape Reinga

April 30, 2009 von lycaenini

Taupo hat ausser dem groessten See Neuseelands nicht viel zu bieten. Der See ist bei einem gewaltigen Vulkanausbruch entstanden, der bis ins alte Rom zu sehen war. Eigentlich wollte ich hier einen Skydive machen, aber dafuer war das Wetter zu schlecht. Stattdessen war Abends geselliges Beisammensein angesagt. Karl und ich haben ein paar anderen das bayrische Kartenspiel Schnauz beigebracht, welches ich aber schon aus meiner Schulzeit als Blitz kannte. Die Englaender waren von dem Wort Schnauz ziemlich begeistert und konnten es gar nicht oft genug aussprechen. :-D Dann sind wir noch in eine Bar gegangen, wo ein internationales Tischfussballspiel stattfand: Erst hat Deutschland (ich) Brasilien (Andre) geschlagen und dann haben Deutschland und Brasilien zusammen alle anderen Nationen plattgemacht, insbesondere die Englaender, deren (maennlicher) Stolz daraufhin ziemlich angefressen war. ^^

Am naechsten Tag ging es fuer die Haelfte der Gruppe dann weiter gen Tongariro Nationalpark. Die waren allerdings nach zwei Stunden wieder da, weil ihnen ein Reifen geplatzt ist. Das war schon das zweite Mal, dass ihnen das auf ihrer Reise passiert ist. Und ein weiteres Mal sind waehrend der Fahrt zwei Rucksaecke aus dem Gepaeckraum gefallen und waren anschliessend weg. Und in einem hatte die Besitzerin auch noch Pass, Geld und Kreditkarte. Die Fahrerin von dem Bus heisst nicht umsonst Lucky – es ist ein ironisch gemeinter Spitzname. Alle Fahrer haben uebrigens Spitznamen, den sie als Trainee bekommen.

Ich hatte auf meiner Fahrt nach Auckland Glueck und in der YHA auch noch ein Zimmer fuer mich alleine! Abends habe ich noch Watchmen angeschaut und indisch gegessen.

Am naechsten Tag bin ich mit einer Minigruppe nach Northland gefahren. Wir waren nur zu siebt und ich bin die Juengste. Das ist angenehm, nachdem die Mehrheit auf der Reise doch Work&Traveler um die 20 sind und noch ziemlich viel ueber Schule reden, weil sie ja noch nicht studiert haben. Es ist eine nette kleine Gruppe und wir verstehen uns gut: Eine Englaenderin, drei Iren, eine Koreanerin, ein Deutscher und ich.

Nach ein paar Stunden waren wir in Paihia an der Bay of Islands. Die Bay of Islands besteht aus 144 Inseln, wir haben allerdings natuerlich nicht alle gesehen. Unterwegs haben wir einen 600 Jahre alten Kauribaum umarmt. Das sind die zweitdicksten Baeume der Welt (nach den Redwoods) und von ihnen stammt all der Bernstein auf der ganzen Welt. Sie koennen sich selbst befruchten, wachsen aber sehr langsam und wenn zwei Baeume eng nebeneinander stehen, wachsen sie zusammen!

Kauribaumkuscheln

Kauribaumkuscheln

Dann haben wir auf unserem Weg nach Paihia noch kurz angehalten um pinke Schafe zu betrachten:

Pinke Schafe

Pinke Schafe

Da Winter war, war in unserem Pass eine Bootstour in der Bay of Islands enthalten. Wir mussten nur 10 Euro extra bezahlen, wenn wir mit Delfinen schwimmen wollten. Was ich natuerlich gemacht habe! Hier sind nicht die eher kleinen, akrobatischen Duskydelfine, sondern Bottlenose Delfine, zu denen glaube ich auch Flipper gehoert. Die werden bis zu 4 Meter lang! Wir haben nur zwei getroffen, aber sie sind zu jedem geschwommen und ich konnte sie beim ersten Schwimmgang immerhin eine halbe Minute an mich binden. Wieder Auge in Auge auf Armlaenge entfernt mit einem Delfin zu schwimmen, war ueberwaeltigend!

Gestern haben wir dann einen 12 Stunden Ausflug gemacht. Morgens um sieben ging es los Richtung Cape Reinga, dem noerdlichsten Punkt Neuseelands, wo nach Maoriglaube die Seelen der Toten ueber die Klippe zurueck in ihre polynesische Heimat wandern. Ein spiritueller Ort, an dem ausserdem zwei Ozeane mit grossen Wellen aufeinander stossen: Der Pazifik und die Tasman Sea.

Leuchtturm am Cape Reinga

Leuchtturm am Cape Reinga

Nach unserem Besuch am Cape Reinga sind wir mit Boogieboards eine 9 Meter hohe Sandduene hinaufgeklettert und dann auf dem Bauch auf unserem Boogieboard hinuntergeduest. Das war spassig!

Boogieboard fahren

Boogieboard fahren

Danach sind wir den 90 Mile Beach (der in Wahrheit nur 64km lang ist) hinunter gen Sueden gefahren. Wir haben kurz angehalten um uns den Sand in der Tasman Sea abzuwaschen. Schwimmen darf man dort nicht, weil sie zu gefaehrlich ist, aber solange man auf den Fuessen bleibt, kann man plantschen. Spaeter haben wir noch einmal angehalten, weil wir am Strand Hufspuren und Pferdeaepfel gesehen haben. Nach einer kurzen Wanderung eine kleine Duene hinauf haben wir in einiger Entfernung tatsaechlich eine kleine Herde Wildpferde gesehen!

Duenenlandschaft

Duenenlandschaft

Hufspuren im Sand verfolgen...

Hufspuren im Sand verfolgen...

..und Wildpferde finden!

..und Wildpferde finden!

Diesen grossartigen Ausflug haben wir dann im beruehmten und wirklich besten Fish & Chips Shop Neuseelands ausklingen lassen (und abends in der Bar).

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Hier bleibe ich noch einen Extratag, also heute, weil es ein entspanntes Kuestenstaedtchen ist und ausserdem gemaessigt subtropisch ist, also weitaus waermer als Auckland! :-)

Sonntag geht’s dann leider schon nach Sydney.

Kuestenstaedtchen im Northland

Kuestenstaedtchen im Northland

Gummistiefelzaun

Gummistiefelzaun

Wendeltreppe aus einem Kauribaumstamm

Wendeltreppe aus einem Kauribaumstamm

Kauribaumthron

Kauribaumthron

Rotorua

April 26, 2009 von lycaenini

Heute Nacht war was los! Um 5 Uhr morgens bin ich aufgewacht, weil jemand wie wild an unsere beiden Haustueren haemmerte. Vermutlich ein Betrunkener, der seinen Schluessel vergessen hatte und nun zwischen den beiden Tueren hin und herrannte. Ich und eine andere wollten ihm aber nicht aufmachen, weil wir alleine waren und haben versucht, das Management anzurufen. Was nicht funktioniert hat. Dann haben wir auf einmal ein Maedchen schreien hoeren und beschlossen, doch lieber die Polizei anzurufen. Waehrend ich das gemacht habe, ist ein anderer auf Grund des Schreis aufgestanden und zu dem Betrunkenen rausgegangen. Es war so, wie wir gedacht hatten – er hatte seinen Schluessel vergessen. Das konnte ich dann gleich dem Polizisten am Telefon erzaehlen. Da klopfte es schon wieder – drei andere Polizisten auf Streife, die wohl von der Zentrale zu uns geschickt wurden. Die haben dann kurz mit mir gesprochen und sich dann auf die Suche nach dem Maedchen gemacht, das geschrien hatte (was der Betrunkene uebrigens nicht gehoert hatte). Danach kam der andere Hostelbewohner wieder, der den Betrunkenen zu seinem Zimmer gebracht hat und meinte, dass vielleicht eins der Maedchen im Hostel geschrien hat, weil der Betrunkene vielleicht versucht hat, durchs Fenster zu klettern. Ich bin dann in mein Zimmer gegangen und habe gefragt, ob dort jemand geschrien hat – und der Mitbewohner hatte recht. Ein Maedel hatte den Betrunkenen am Fenster gesehen und deswegen geschrien. Daraufhin habe ich nochmal die Polizei angerufen, um ihnen zu sagen, dass die Streife zu suchen aufhoeren kann. Was fuer ein Aufwand! Danach konnte ich endlich wieder ins Bett und noch eine Stunde schlafen.

Die White Island Tour zum Vulkan wurde uebrigens schon gestern leider wegen schlechten Wetters abgesagt. Was aber nicht so schlimm ist, da der Vulkan gar kein Kegelvulkan ist, sondern nur ein Schlammkrater. Dafuer waere es mir dann doch zu teuer gewesen.

Und Rotorua selbst ist auch schon beeindruckend genug! Mit einem Wort beschrieben: geil! Und auf jeden Fall zu recht auf Platz 1 der Sehenswuerdigkeiten Neuseelands – trotz des Schwefelgeruchs und des Dauerregens, den wir leider seit Freitag hatten.

Gestern war ich mit Karl (den ich im Straybus kennen gelernt habe und der auch in Rotorua ausgestiegen ist) im geothermischen Park Te Puia, wo es neben kleineren Hot Pools und Mud Pools zwei Geysire gibt, die stuendlich ausbrechen.

Te Puia

Te Puia

Ich in Te Puia

Ich in Te Puia

Te Puia

Te Puia

Geysir

Geysir

Ein nachgebautes Maoridorf gibt es hier auch und auf einem Pfad standen rote Statuen in der Landschaft.

Maoristatue in Te Puia

Maoristatue in Te Puia

Heute vormittag waren Karl und ich im besten Geothermalpark: Wai Tapu. Hier gibt es den Champagner Pool, neben bunten Felsen auch noch bunte Seen und noch mehr heisse Quellen und Schlammloecher.

Devils Home

Devils Home

Champagne Pool

Champagne Pool

Schwefelloch im See

Schwefelloch im See

blaues Loch im See

blaues Loch im See

Champagne Pool

Champagne Pool

Gruene Seen

Gruene Seen

Giftgruener See (Devils Bath)

Giftgruener See (Devils Bath)

Einen Geysir gibt es in der Naehe das Parks auch. Der spuckt aber nicht von selbst, sondern wird kuenstlich zum Ausbruch gebracht, indem mit einem seifenaehnlichen (und 100% biologisch abbaubarem) Pulver die Oberflaechenspannung im Geysir hinabgesetzt wird. Man sagt hier uebrigens gar nicht Geysir, weil ein Geysir hier ein aelterer Gentleman ist. Habe aber den Kiwinamen fuer Geysir leider nicht verstanden.

Lady Knox

Lady Knox

Danach hat unser Shuttlebus noch kurz am greoessten Schlamm Pool der Welt gehalten und dann wurden wir wieder am Hostel abgesetzt.

Schlammsee

Schlammsee

Jetzt werde ich Mittagessen und danach geht’s nach Taupo.

Auckland, Hahei, Raglan, Maketu und Rotorua

April 24, 2009 von lycaenini

Die Fahrt von Turangi nach Auckland war ganz schoen lang! Mittags ging es los und gegen 19 Uhr sind wir angekommen. Darum habe ich nicht viel von Auckland gesehen. Am naechsten Morgen ging es gleich mit Stray weiter, weil mein Zeitplan inzwischen knapp ist: Naechste Woche Sonntag geht es nach Sydney!

Von Auckland sind wir durch sanft gewelltes Huegelland und gemaessigten Regenwald an die Ostkueste in die Coromandels gefahren. Dort gibt es einen sehr schoenen Kalksteinbogen am Strand (Cathedral Cove), zu dem eine kurze Wanderung gefuehrt hat. Abends hat unsere ganze 40-Mensch Truppe zusammen gegrillt! Danach sind wir an den Hot Water Beach gefahren, wo man sich Dank der geothermischen Aktivitaet bei Ebbe ein Loch in den Sand buddeln kann und dann in seinem eigenen Hotpool sitzt. Ebbe war zu der Zeit leider erst gegen 22 Uhr. Nach einer kurzen Nachtwanderung durch einen kleinen Fluss und ueber Sand waren wir am Strand und haben auf die Ebbe gewartet. Die kam aber leider nicht. So konnten nur unsere Fuesse das warme Wasser geniessen.

Cathedral Cove

Cathedral Cove

Am naechsten Tag sind wir weiter nach Raglan gefahren. Das liegt an der Westkueste und ist einer der besten Surfplaetze weltweit. Wir haben dort in einer Surfschule uebernachtet und nachmittags habe ich eine Surfstunde genommen. Es ist verdammt schwierig, zum richtigen Zeitpunkt aufzustehen. Meistens war die Welle dann schon weg. Ein paar Mal habe ich es geschafft und dann hat es auch echt Spass gemacht. Aber insgesamt ist es eher frustrierend gewesen, auch wenn meine Leistung fuers erste Mal angeblich gut war. Und ich habe mir am Strand einige sehr juckende Sandflybites eingefangen!

Am naechsten Tag hatte ich dann vom Surfen Muskelkater. Was aber kein Problem war, weil ich bei unserem naechsten Stop in Waitamo nur eine sanfte Gluehwuermchentour gemacht habe – statt des Cavings mit Abseilen ueber unterirdischen Wasserfaellen oder Black Water Rafting, was ich auch gerne gemacht haette. Aber ich wollte moeglichst viel von den Gluehwuermchen haben, die in den Hoehlen leben. Unser Guide hat uns dann zwar auch in ein Raftboot gesetzt, aber sich langsam an einem Seil in der Hoehle entlanggehangelt, sodass wir sanft unter den Gluehwuermchen dahin geglitten sind. Diese sind unzaehliger als die Sterne am Himmel und haben ein faszinierendes Naturschauspiel geliefert. Anschliessend haben wir eine Kaffee- und Cookiepause gemacht und waren dann in einer weiteren Hoehle, in der es ein paar Skelette gab, darunter eins von einem Moa.

Moaskelett (schwarze Steinchen hat der Moa mal gefressen um seine Nahrung zu zermalmen)

Moaskelett (schwarze Steinchen hat der Moa mal gefressen um seine Nahrung zu zermalmen)

Nachmittags sind wir dann weiter nach Maketu zu Uncle Boys gefahren, wo unser Hangi mit den Maoris stattfand. Es gab ein Buffet mit traditionellem Essen und dann haben wir Taenze gelernt: Die Maenner den Haka und die Frauen den Poi. Das war alles ganz nett, hatte aber eher etwas von einem Kulturverein als von einer professionellen Show. Darum gucke ich mir vielleicht noch eine „Tourishow“ an. Seit gestern hat meine Familie uebrigens 50.000 neue Mitglieder. Unser Straytribe wurde durch das Hangi in die erweiterte Familie des dortigen Chiefs aufgenommen. Und dessen Familienmitglieder sind dadurch ja auch meine. ;-)

Maorivorfuehrung

Maorivorfuehrung

Unser Tribe

Unser Tribe

Anschliessend sind wir an den Strand gegangen, was wieder eine Nachtwanderung war. Dort haben wir ein kleines Lagerfeuer entfacht und ein wenig getrunken. Unser Fahrer ist dann mit einer Kanadierin verschwunden – und nicht wieder aufgetaucht.. Der Rest von uns hat versucht in dem Versammlungsraum zu schlafen. Das war wirklich eine Herausforderung!

Entsprechend muede bin ich heute. Aber jetzt bin ich in Rotorua und hier ist die Hoelle los! Heisse Quellen, Schlammtuempel und Geysire, das ist toll! Es hat ein wenig Endzeitstimmung, wenn man durch eine Strasse geht, wo es sogar aus den Gullideckeln dampft! Nachmittags habe ich mir mit Karl, der auch hier ausgestiegen ist, ein verschuettetes Dorf angeschaut. Das wurde bei einem Vulkanausbruch zerstoert. Selbiger hat auch das achte natuerliche Weltwunder zerstoert: Die weissen und pinken Terassen: Sinterwasserfaelle aus heissen Quellen, die auf Grund von Mineralien diese Farbe hatten.

Geothermalpark bei Rotorua

Geothermalpark mitten in Rotorua

Dampfende Strasse

Dampfende Strasse

Morgen geht es hoffentlich nach White Island! Dort gibt es einen aktiven Vulkan, den ich unbedingt sehen will! Die Tour ist sehr wetterabhaengig, also drueckt mir die Daumen!!